Kai D. V-Mann des bayerischen Verfassungsschutzes
Neonazi Kai Dalek, ehemaliger V-Mann des bayerischen Verfassungsschutzes, war in den 1990er Jahren ein sehr aktiver und führender Nazi-Kader. Er wohnte zeitweise in Oberfranken. Seine Handynummer und sein Name tauchten auf der so genannten Garagenliste von Uwe Mundlos als Kontaktperson im fränkischen Raum auf („Kai D.“). In den 1990er Jahren nahm er zeitweise an den Mittwochstreffen des „Thüringer Heimatschutzes“ (THS) teil. Dalek war unter anderem in der „Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front“ (GdNF) tätig. Diese galt als zeitweise koordinierende und führende Neonazistruktur. Der V-Mann war aktiv beim Aufbau des neonazistischen Thule-Netzwerkes und engagierte sich in den militanten Anti-Antifa-Strukturen der damaligen rechten Szene. Beteiligt war er auch an der Vorbereitung der Rudolf-Hess-Märsche. In den 1990er Jahren bis Anfang 2000 wurde gegen Dalek und andere Neonazis drei Mal wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Diese Verfahren wurde wie diverse weitere Ermittlungsverfahren gegen Dalek eingestellt, in einem Fall im Hinblick auf seine V-Mann-Tätigkeit. Der zumindest zeitweise vom Staat finanzierte Neonazi und V-Mann des bayerischen Verfassungsschutzes agierte insgesamt eher wie ein verdeckter Ermittler.
Externe Quellen
Knorrstraße 139, 80937 München
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