Farbattacke auf die Magnus-Poser-Gedenkstätte

In der Nacht zum 19.2.1996 wurde eine großflächige Schändung der Magnus-Poser-Gedenkstätte auf dem Jenaer Nordfriedhof entdeckt. Mit weißer Farbe wurden Hakenkreuze und eine SS-Rune an der Stele des kommunistischen, in Buchenwald ermordeten Widerstandskämpfers angebracht, im Schriftzug „Ehre der Helden des antifaschistischen Widerstandskampfes“ wurden die Buchstaben „anti“ und der symbolischer Winkel, im KZ Zeichen für Politische Häftlinge, weiß übertüncht und Ignatz Bubis, damals Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland, verunglimpft. Faktisch als Bekennerschreiben war der an einer Stufe zu lesende und mit weiteren Hakenkreuzen versehene Schriftzug „Der Nationale Widerstand Jena“ zu betrachten. Die Täter, die im Umkreis von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe vermutet wurden, konnten nicht ermittelt werden. Noch heute sind Überreste der Tat deutlich zu erkennen.
(Text und Bild: Frank Döbert)
Externe Quellen
Singerweg 2, 07743 Jena
↳ Anfahrt per OpenStreetMap19.2.1996