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Erste Wohnung von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt

Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Thomas S., Thomas R.

Erste Wohnung von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt

Am 26. Januar 1998 flohen die Jenaer Neonazis Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt nach Chemnitz, nachdem die Polizei Sprengstoff in ihrer Jenaer Garage sichergestellt hatte. Sie sollen sich bereits 1991/1992 mit den führenden Chemnitzer Neonazis vernetzt haben. So auch mit dem Neonazi Thomas S. aus der Gruppierung Chemnitz Concerts 88 (CC88), außerdem Vize-Chef von Blood&Honour in Chemnitz und späterer Informant des LKA Berlin. Dieser hatte zuvor für Mundlos rund ein Kilo TNT besorgt, den Sprengstoff, dessen Fund in Jena zu dem Untertauchen des Trios führte. S. brachte die drei bei seinem Freund Thomas R. in der Friedrich-Viertel-Straße 85 im Heckert-Gebiet unter, wo sie etwa zwei Wochen blieben. Das Heckert-Gebiet war zu dieser Zeit Lebensmittelpunkt vieler Neonazis. Das Haus, in dem Thomas R. lebte, galt zu dieser Zeit als “Nazi-WG” und wurde szeneintern als “Combat 85” bezeichnet.

Externe Quellen

ZEIT ONLINE: Die Orte des NSU-Terrors, 5. Mai 2014, Paul Blickle, Julian Stahnke, Lisa Caspari, Tom Sundermann. Kulturbüro Sachsen e.V. (Hrsg.) (2017). Unter den Teppich gekehrt. Das Unterstützungsnetzwerk des NSU in Sachsen. Dresden: o.V., S.12 DGB Region Südwestsachsen Hg. (2014): „Rechts“ sind doch die Anderen?!. Chemnitz, S.43

Friedrich-Viertel-Straße 85, 09123 Chemnitz

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